Mr. Robot: Die gefeierte Überraschungsserie

"Mr. Robot" ist eine der großen Serien-Überraschungen des Jahres 2015. Die Thriller-Serie, die im Herbst 2015 ihre Premiere feierte, wird in den USA fÜr den vergleichsweise kleinen Kabelsender USA Network produziert und konnte dort auf Anhieb Überzeugen. Noch besser als die Einschaltquoten sind aber die Kritiken: In der Internet Movie Database, kurz IMDb, erreicht die erste Staffel eine Bewertung von 8,9/10 und auch bei Rotten Tomatoes findet sich jede Menge Lob. Mittlerweile konnte die TV-Serie auch einige Preise abräumen. Bei den renommierten Golden Globe Awards und den Critics' Choice Award wurde die Serie Anfang 2016 als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Die erste Staffel ist mittlerweile in der Originalversion und in der synchronisierten Fassung auch in Deutschland verfÜgbar. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt, Fans können sich also darauf freuen, dass es im Jahr 2016 mit den dÜsteren Hackergeschichten weitergeht.

Eine Hacker-Serie mit krimineller Energie

In Mr. Robot dreht sich alles um die Hauptfigur Elliot Alderson, die mit viel Tiefe von Schauspieltalent Rami Malek verkörpert wird. Elliot ist ein IT-Spezialist und erfÜllt viele der Üblichen Klischees: Er hat soziale Probleme und ist oft unzufrieden mit sich selbst, weshalb er sogar regelmäßig zu Morphium greift, um den Tag zu Überstehen. TagsÜber arbeitet Elliot bei der IT-Sicherheitsfirma "Allsafe Security" und ist dort als Admin unter anderem fÜr den Schutz des multinationalen Konzerns "E Corp" zuständig - eine gigantische Firma, die in der Serie gerne auch als "Evil Corp" bezeichnet wird. In seiner Freizeit nutzt der Protagonist seine Fähigkeiten, um andere Personen zu hacken und so auf eigenartige Art und Weise Kontakt zu ihnen aufzubauen. Dabei verfolgt er zunächst keinerlei böse Absichten, im Gegenteil, oft setzt Elliot seine Kenntnisse ein, um andere Menschen zu schÜtzen. Eines Tages wird "Mr. Robot" (Christian Slater), der AnfÜhrer der Hackergruppe "fsociety" auf Elliot aufmerksam und versucht den jungen Hacker fÜr sich und seine Absichten zu gewinnen. Das Ziel von fsociety ist ausgerechnet ein Angriff auf E Corp, das Unternehmern, dass Elliot eigentlich vor Hackerangriffen schÜtzen soll. Es sollen sämtliche Kredite des riesigen Konzerns ausgelöscht werden, um das internationale Finanzsystem zusammenbrechen zu lassen. Die Hauptfigur zögert zunächst, entwickelt dann aber gemeinsam mit der Gruppe einen interessanten Plan. Spannend sind auch die Geschichten und Entwicklungen rund um die Nebenfiguren, darunter Elliots Drogendealerin und Freundin Shayla (Frankie Shaw), seine Jugendfreundin und Kollegin Angela (Portia Doubleday) sowie einen der fÜhrenden Manager von E Corp, den intriganten Tyrell Wellick (Martin Wallström) und seine schwangere Frau Joanna (Stephanie Corneliussen).

Was ist Realität? Was ist Einbildung?

Eine große Besonderheit der Hacker-Serie ist die außergewöhnliche Erzählweise. Die Hauptfigur Elliot redet in der Serie mit seinem imaginären Freund und spricht den Zuschauer somit immer wieder direkt an. Außerdem wird im Verlauf der TV-Serie immer deutlicher, dass Realität und Einbildung hier teilweise nahtlos ineinander Übergehen und einem nicht immer sofort klar ist, ob es sich um ein reales Ereignis oder um ein Hirngespinst der SchlÜsselfigur handelt. Die Geschichte bekommt so immer wieder interessante Wendungen, die im Verlauf der ersten Staffel nach und nach aufgeklärt werden. Der dadurch geschaffene Spannungsbogen hält den Zuschauer bei der Stange und sorgt fÜr das bekannte "eine Folge noch"-GefÜhl.

Vom Film zur gefeierten und realitätsnahen Serie

Drehbuchautor und Showrunner der Serie ist Sam Esmail, der schon seit vielen Jahren einen Film Über die Hackerszene machen wollte. Im Laufe der Entwicklung wurde aus dem ursprÜnglichen Plan letztlich eine Serie, die von USA Network nach der Pilotfolge bestellt wurde. Erfreulich ist dabei, dass Sam Esmail es geschafft hat, ein sehr realitätsnahes Bild der Hackerszene zu vermitteln, was mit Sicherheit einer der Erfolgsfaktoren der TV-Serie ist. Auf blinkende, mit zahlreichen 3D-Animationen versehene Bildschirme und wilde Tastatureingaben, wie man sie oft in Hollywood-Filmen findet, wird komplett verzichtet. Experten standen stattdessen mit Rat und Tat zur Seite, weshalb viele technisch versierte Zuschauer hier und da sogar bekannte Eingabebefehle wiedererkennen werden. Auch die Titel der einzelnen Episoden, sorgen bei IT-Fans fÜr Freude, weil in Titeln wie "eps1.2_d3bug.mkv" immer wieder Elemente aus der Computer- und Internetwelt Einzug halten.

In der zweiten Staffel der Serie, die vermutlich im Jahr 2016 ausgestrahlt werden wird, will Sam Esmail komplett die Regie Übernehmen. In den nächsten Episoden soll der Zuschauer mehr Über die Entstehung und die Geschichte der Hackergruppe fsociety erfahren, außerdem wird es laut dem Macher Sam Esmail wieder "fucking dark" werden, man darf sich also wieder Über dÜstere und bittere Momente freuen. Christian Slater, der fÜr seine Rolle unter anderem den Golden Globe fÜr den besten Nebendarsteller in Serie, Miniserie oder Fernsehfilm bekommen hat, soll auch in der zweiten Staffel wieder mit von der Partie sein.

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Fsociety Fsociety
ab 9,99 € *
fsociety00.dat fsociety00.dat
ab 9,99 € *
Evil Corp Evil Corp
ab 9,99 € *